Erlebe den Pfingstweg: Johannes berichtet, es ist der Herr
Siebtes Lied der CD "Erlebe den Pfingstweg"
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Biblischer Hintergrund
Dieses Lied folgt Johannes 21,1-14 und erzählt den wunderbaren Fischzug nach der Auferstehung aus der Perspektive des Apostels Johannes. In einer Nacht ohne Fang steht Jesus am Morgen zunächst unerkannt am Ufer des Sees Tiberias und weist die Jünger an, das Netz auf der rechten Seite auszuwerfen. Der überreiche Fang führt Johannes zu dem Bekenntnis: „Es ist der Herr!“ Das Lied nimmt außerdem die Erinnerung an den ersten wunderbaren Fischzug bei der Berufung am See Genezareth auf (Lukas 5,4-11); diese Verbindung ist eine poetische Deutung, während Johannes 21 selbst nur berichtet, dass Johannes Jesus an diesem Zeichen erkennt.
Strophe 1
Petrus sprach: „Ich geh nun fischen“, und wir fuhren mit ihm fort. Schwarz und schweigend lag das Wasser, und kein Fang kam uns an Bord. Stunde um Stunde warfen wir Netze, doch sie blieben nass und leer. Die ganze Nacht auf dem See, gab uns keine Hoffnung mehr.
Strophe 2
Als der Morgen kaum erschienen, stand ein Mann dort fern am Strand. Und er rief uns über’s Wasser: „Freunde, habt ihr Fisch zur Hand?“ „Nein“, so riefen wir zurück, denn die Nacht blieb ohne Lohn. Da sprach er: „Werft rechts die Netze!“ Und wir folgten seinem Ton.
Strophe 3
Da ward plötzlich unser Fang groß, und das Netz zog tief und schwer. Und mein Herz sah jene Stunde, lang vergangen, schon lange her. Denn am Anfang unsres Weges sprach der Herr schon einst so klar. Leere Netze wurden Fülle, und sein Wort war wunderbar.
Strophe 4
Da erkannte ich im Herzen: Nur der Eine tut dies hier. Nur der Meister kann so handeln, nur der Herr steht so vor mir. Und ich rief zu Simon Petrus: „Sieh, der Herr steht dort am Strand!“ Und er sprang sogleich ins Wasser, eilig zog es ihn an Land.
Refrain
Es ist der Herr, ja es ist Jesus, der am Ufer vor uns stand. Der uns rief wie einst am Anfang, mit derselben starken Hand. Es ist der Herr, der Auferstandne, der den Tod bezwungen hat. Und mein Herz erkannte freudig: Jesus lebt und bleibt uns nah.
Bridge
Als wir dann das Ufer fanden, brannte dort ein Feuer schon. Brot und Fische lagen bei ihm, und wir staunten still davon. Keiner fragte: „Wer bist du, Herr?“ Tief im Herzen wussten wir: Es war Jesus, unser Meister, und der Auferstandne hier.
Refrain (Final)
Es ist der Herr, ja es ist Jesus, der am Ufer vor uns stand. Der uns rief wie einst am Anfang, mit derselben starken Hand. Es ist der Herr, der Auferstandne, der den Tod bezwungen hat. Und mein Herz ruft voller Freude: Jesus lebt und bleibt uns nah.
Die biblische Geschichte
Nach seiner Auferstehung erscheint Jesus den Jüngern am See Tiberias (Johannes 21,1). Petrus, Thomas, Nathanael, die Söhne des Zebedäus und zwei weitere Jünger gehen in der Nacht fischen, fangen aber nichts (Johannes 21,2-3). Als es Morgen wird, steht Jesus am Ufer, doch die Jünger erkennen ihn nicht (Johannes 21,4). Er fragt sie: „Kinder, habt ihr nicht etwas zu essen?“ und sie antworten: „Nein“ (Johannes 21,5). Jesus weist sie an, das Netz auf der rechten Seite des Bootes auszuwerfen. Der Fang ist so gewaltig, dass sie das Netz nicht mehr einziehen können (Johannes 21,6).
Da sagt der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus: „Es ist der Herr!“ (Johannes 21,7). Petrus wirft sich daraufhin ins Wasser und schwimmt ans Ufer, während die anderen mit dem Boot und dem vollen Netz nachkommen. Am Ufer finden sie ein Kohlenfeuer mit Fisch und Brot (Johannes 21,9). Jesus lädt sie ein: „Kommt und esst!“ – und keiner wagt zu fragen: „Wer bist du?“, denn sie wissen, dass es der Herr ist (Johannes 21,12). Der wunderbare Fischzug erinnert dabei an die Berufung der ersten Jünger am See Genezareth, als auf Jesu Wort hin ebenfalls ein überreicher Fang geschah und die Netze beinahe rissen (Lukas 5,4-11). Dort werden auch ausdrücklich Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, als Teilnehmer genannt (Lukas 5,10).