Erlebe den Pfingstweg: Die Emmausjünger berichten, dass Jesus mit ihnen ging

Viertes Lied der CD "Erlebe den Pfingstweg"

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Biblischer Hintergrund

Der ausführliche Bericht über die Emmausjünger steht in Lukas 24,13-35. Dort wird ausdrücklich gesagt, dass die Begegnung am selben Tag wie die Auferstehungsbotschaft geschieht und dass die beiden Jünger unterwegs nach Emmaus sind, etwa sechzig Stadien von Jerusalem entfernt. Markus 16,12-13 erwähnt dieselbe Begegnung noch einmal in kurzer Form. Das Lied folgt deshalb vor allem Lukas: Die Jünger erzählen selbst von ihrer Trauer, von Jesu Auslegung der Schrift, vom Brotbrechen am Abend und davon, dass sie ihn daran erkannten.

Strophe 1

An demselben Tag der Woche gingen wir von Jerusalem fort, sprachen von den schweren Dingen, verstanden noch nicht Jesu Wort. Sechzig Stadien bis Emmaus lag der Weg noch vor uns weit. Was in diesen Tagen geschehen, ließ uns gehen voller Leid.

Strophe 2

Als wir unterwegs noch redeten, trat ein Fremder in unsere Sicht, ging mit uns auf unserm Wege, doch erkannten wir ihn noch nicht. Denn unsre Augen waren gehalten, dass wir nicht erkannten ihn. Als er fragte, was wir sagten, schauten wir voll Trauer hin.

Strophe 3

Da erzählten wir von Jesus, von Nazareth, dem Herrn, mächtig war er in den Taten, war uns niemals wirklich fern. Doch die Priester und die Oberen gaben ihn zum Tode hin. Sie ließen ihn ans Kreuz dort schlagen, und wir hofften noch auf ihn.

Strophe 4

Heute ist der dritte Tag schon, seit das alles so geschah. Frauen aus der Mitte unsrer waren früh am Grabe da. Seinen Leib, den fanden sie nicht, und sie kehrten gleich zurück. Engel hätten dort verkündet: "Er lebt!" erzählten sie voller Glück.

Strophe 5

Einige von uns gingen hin dann, fanden's so, wie man gesagt. Doch ihn selber sahen sie nicht dort, und wir blieben noch verzagt. Da sprach er: Warum fällt's euch schwer, den Worten der Schrift zu vertrau'n? Musste Christus nicht erst leiden, um seine Herrlichkeit aufzubau'n?

Bridge

Er begann bei Mose und legte uns die Schriften offen dar. Was von Christus dort geschrieben, wurde auf dem Wege klar. Als wir nah am Dorfe waren, tat er, als ging er noch weit. Doch wir baten: Bleibe bei uns, denn es war schon Abendzeit.

Refrain

Als er mit uns am Tische saß, nahm das Brot und dankte Gott, brach es dann und gab es weiter, da erkannten wir ihn dort. Da gingen uns die Augen auf, da erkannten wir den Herrn. Und im selben Augenblicke war er unserm Blick schon fern.

Strophe 6

Und wir sagten zueinander: Brannte nicht das Herz so sehr, als er auf dem Weg noch redete und die Schrift erklärte immer mehr? In derselben Stunde kehrten wir nach Jerusalem zurück, fanden dort die anderen versammelt und erzählten Stück für Stück.

Refrain (Final)

Als er mit uns am Tische saß, nahm das Brot und dankte Gott, brach es dann und gab es weiter, da erkannten wir ihn dort. Da gingen uns die Augen auf, da erkannten wir den Herrn. Dann verschwand er vor uns plötzlich, doch sein Wort war uns nicht fern. Brannte nicht das Herz in uns? Ja, der Herr ist auferstand'n.

Die biblische Geschichte

Lukas berichtet, dass zwei Jünger am selben Tag, an dem die Frauen vom leeren Grab zurückkehren, nach Emmaus gehen (Lukas 24,13). Einer von ihnen heißt Kleopas; der andere wird nicht namentlich genannt. Während sie unterwegs über die Ereignisse der Kreuzigung und über den Bericht der Frauen sprechen, kommt Jesus selbst zu ihnen, doch ihre Augen werden gehalten, sodass sie ihn nicht erkennen (Lukas 24,15-16). Auf seine Frage hin erzählen sie ihm von Jesus von Nazareth, von der Kreuzigung und davon, dass inzwischen der dritte Tag seit diesen Ereignissen gekommen ist (Lukas 24,19-24).

Jesus weist sie dann auf die Schrift hin und legt ihnen von Mose und allen Propheten aus, was auf ihn bezogen ist (Lukas 24,25-27). Als sie in Emmaus ankommen, bitten sie ihn zu bleiben, weil es Abend wird. Beim Mahl nimmt Jesus das Brot, dankt, bricht es und gibt es ihnen. In diesem Moment werden ihre Augen geöffnet, sie erkennen ihn, und er verschwindet vor ihnen (Lukas 24,28-31). Daraufhin sagen sie zueinander: "Brannte nicht unser Herz in uns?" Noch in derselben Stunde kehren sie nach Jerusalem zurück und berichten den versammelten Jüngern, was auf dem Weg geschehen ist und dass sie ihn am Brotbrechen erkannt haben (Lukas 24,32-35). Markus 16,12-13 erwähnt diese Begegnung in knapper Form als Erscheinung Jesu vor zwei Jüngern unterwegs.