Erlebe den Pfingstweg: Petrus berichtet, dass er lebt!

Zweites Lied der CD "Erlebe den Pfingstweg"

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Biblischer Hintergrund

Dieses Lied erzählt die Ostergeschichte aus der Perspektive von Petrus: von der Nachricht über das leere Grab bis zur befreienden Begegnung mit dem auferstandenen Jesus. Wichtige Bibelstellen dafür sind Johannes 20,1-10 für den Lauf zum Grab, Lukas 24,12 für das Staunen des Petrus, Johannes 20,19-23 für das Erscheinen Jesu bei den Jüngern und Lukas 22,54-62 für die Erinnerung an seine Verleugnung. So zeigt das Lied, wie aus Schuld, Angst und Zweifel neue Hoffnung und tiefer Friede werden.

Strophe 1

Die Türen fest verschlossen, alle Fenster dicht gemacht. Ich lag wach in dunkler Stille, fuhr auf bei jedem Laut der Nacht. Halb erfüllt von tiefer Trauer, halb in Angst vor diesem Tag, dass Soldaten kommen könnten, um uns fortzuführen. Kurz bevor die Sonne aufging, hörte ich Geräusche vor der Tür. Plötzlich fing es an zu klopfen, eine Stimme rief nach mir.

Strophe 2

Schnell lief ich zum Fenster, schaute raus auf die Straß. Erwartete Soldaten und den Lärm von Hass. Doch nur Maria stand alleine, also lief ich schnell hinaus. Johannes war gleich neben mir, sie erzählte uns verstört: „Sie haben Ihn genommen, keiner weiß wohin! Der Stein, er ist weggerollt, das macht doch keinen Sinn.“

Strophe 3

Wir liefen los zum Garten, doch Johannes lief voraus. Das Grab war offen, leer und kalt, so wie Maria es sagte. Doch das Tuch, das Ihn umhüllte, lag nur leer zurück im Grab. Wie, warum, wohin sie Ihn gebracht – das verstand ich nicht genau. Etwas Seltsames geschah hier, was, das war mir nicht klar. Johannes glaubte an ein Wunder, doch ich ging schweigend fort.

Strophe 4

Zweifel und Vermutungen, brachten mir kein' Frieden. Denn ich sah, wie man Ihn kreuzigte, sah Ihn sterben – war dabei. Wieder drinnen spürte ich die Schuld, den tiefen Schmerz. Alles, was ich Ihm versprach, lag nun schwer auf meinem Herz. Als man mich dann fragte, sagte ich: „Ich kenn Ihn nicht.“ Selbst wenn Er wirklich lebte – wie könnt' Er mir verzeih'n?

Bridge

Plötzlich füllte sich die Luft mit Duft so süß und rein. Licht strahlte hell von überall, vertrieb die Dunkelheit. Jesus stand nun vor mir da, die Arme offen weit. Ich sank hin auf meine Knie, hielt Ihn fest und weinte leis.

Strophe 5

Dann half Er mir, aufzustehen, und ich sah Ihm ins Gesicht. Aus Seinen Augen strahlte Liebe, heller als das Sonnenlicht. Schuld, die mich gefangen hielt, verschwand im Augenblick. All die Angst, die ich noch hatte, löste sich in Frieden auf.

Refrain

Er lebt, Er lebt! Er lebt und ich bin frei, offen steht des Himmels Tor! Er lebt, Er lebt! Er lebt und ich bin frei, offen steht des Himmels Tor!

Refrain (Final)

Er lebt, Er lebt! Er lebt und ich bin frei, offen steht des Himmels Tor! Er lebt, Er lebt, Er lebt!

Die biblische Geschichte

Früh am Ostermorgen bringt Maria Magdalena den Jüngern die erschütternde Nachricht, dass der Stein weggerollt ist und der Leib Jesu nicht mehr im Grab liegt (Johannes 20,1-2). Petrus und Johannes laufen sofort zum Grab. Johannes kommt zuerst an, doch Petrus geht hinein und sieht die Leinentücher liegen, während das Schweißtuch gesondert zusammengelegt ist (Johannes 20,3-7). Das Grab ist leer, aber noch ist nicht alles verstanden.

Später sitzen die Jünger aus Angst hinter verschlossenen Türen, als Jesus selbst in ihre Mitte tritt und ihnen Frieden zuspricht (Johannes 20,19-20). Für Petrus ist diese Begegnung besonders tief, weil die Erinnerung an seine Verleugnung noch schwer auf ihm liegt (Lukas 22,54-62). Das Lied verbindet deshalb Ostermorgen, Schuld und Wiederannahme zu einem persönlichen Zeugnis: Jesus lebt und seine Gegenwart macht frei.