Erlebe den Osterweg: Gefangen im Garten
Fünftes Lied der CD "Erlebe den Osterweg"
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Biblischer Hintergrund
Hier wird die Verhaftung Jesu im Garten poetisch nachgezeichnet. Die Grundlage sind Matthäus 26,47-56, Markus 14,43-52, Lukas 22,47-53 und Johannes 18,1-11. Das Lied greift den Kuss des Judas, den Schwertschlag des Petrus, die Heilung des Ohres und Jesu freiwillige Hingabe auf. So wird deutlich, dass Jesus nicht aus Ohnmacht, sondern im Gehorsam gegen Gottes Heilsplan gefangen genommen wird.
Strophe 1
Mit Fackeln und Schwertern, ein lärmendes Heer, sie dringen nun ein in die nächtliche Ruh. Der Weg hin zum Ölberg wird düster und schwer, und Judas, der Freund, führt die Männer hinzu. Die Jünger sind müde, vom Schlafen beschwert, doch Jesus steht wach in der schattigen Nacht. Er weiß, dass sein Schicksal nun zu ihm sich kehrt, und stellt sich dem Leiden mit göttlicher Macht.
Strophe 2
Da tritt Judas vor und er küsst seinen Herrn, als Zeichen für jene, die bei ihm nun steh’n. „Sei gegrüßt nun, mein Rabbi!“, so spricht er so gern, doch Jesus kann tief in sein Inneres seh’n. „Mein Freund, wozu kommst du?“ fragt Jesus ihn leise, mit Klarheit und Sanftmut im Angesicht. Sie packen ihn fest auf die gottlose Weise, als Judas das Siegel der Treue nun bricht.
Refrain
Sie kommen mit Schwertern, mit Stangen und Macht, doch Jesus bleibt stille in finsterer Nacht. Kein Heer voller Engel ruft er nun herbei, er geht diesen Weg – voller Liebe und treu. Gefangen genommen, doch strahlend vor Licht, denn Gottes Ratschluss, er wanket hier nicht.
Strophe 3
Da zückt Petrus plötzlich sein blitzendes Schwert, voll Eifer und Zorn für den geliebten Herrn. Er schlägt nach dem Diener, der ihm nun verwehrt, dem Meister zu helfen – so brennt es in ihm. Das Ohr wird getroffen – doch Jesus spricht sacht: „Steck dein Schwert in die Scheide, so soll es gescheh’n. Wer selbst zum Schwert greift, wird durch das Schwert auch umgebracht.“ Und heilt noch das Ohr – lässt ein Wunder gescheh’n.
Strophe 4
„Wie gegen einen Räuber zieht ihr nun aus, mit Knüppeln und Klingen im Schatten der Zeit. Ich lehrte im Tempel, ein offenes Haus, doch dort war zur Tat keiner von euch bereit.“ Dann binden sie ihn, und die Freunde entflieh’n, sie lassen ihn einsam im Dunkel nun stehen. Doch Jesus lässt sich in das Leiden nun zieh’n, um Gottes Erlösung am Kreuz zu vollzieh’n.
Refrain
Sie kommen mit Schwertern, mit Stangen und Macht, doch Jesus bleibt stille in finsterer Nacht. Kein Heer voller Engel ruft er nun herbei, er geht diesen Weg – voller Liebe und treu. Gefangen genommen, doch strahlend vor Licht, denn Gottes Ratschluss, er wanket hier nicht.
Outro
Im Garten beginnt nun der schwerste der Wege, wo Liebe den Hass und den Tod überstrahlt. Auch wenn man ihn jetzt in die Fesseln nun lege – der Preis für die Freiheit wird hier schon bezahlt.