Erlebe den Osterweg: Ein stilles Gebet im Garten

Viertes Lied der CD "Erlebe den Osterweg"

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Biblischer Hintergrund

Dieses Lied beschreibt Jesu Gebet in Gethsemane am Ölberg. Die zentralen Bibelstellen sind Matthäus 26,36-46, Markus 14,32-42 und Lukas 22,39-46. Aufgenommen werden Jesu Ringen um den Kelch, das Schlafen der Jünger und die Stärkung durch einen Engel. So deutet das Lied die Szene als gehorsame Hingabe an den Willen des Vaters.

Strophe 1

Nach dem Mahl ging Jesus hinaus in die dunkle Nacht hinein. Seine Freunde folgten ihm leise, doch sein Herz war voller Pein. Zu dem Garten am Ölberg kamen sie im Schweigen Schritt für Schritt. Jesus sprach: „Bleibt hier und wachet, bleibt in dieser Stunde mit mir mit.“

Strophe 2

Doch die Müdigkeit kam leise, und die Augen wurden schwer. Obwohl sie bei ihm bleiben wollten, konnten sie nicht wachen mehr. Jesus fand sie schlafend wieder und er sprach mit ernster Sicht: „Wacht und betet in der Prüfung, dass ihr versuchet werdet nicht.“

Refrain

Vater, wenn es möglich wäre, lass den schweren Kelch vorübergehen. Doch nicht mein Wille soll geschehen, dein Wille allein soll geschehen. In der stillen Nacht im Garten rang der Sohn im tiefen Gebet. Und aus Liebe zu uns Menschen ging er treu den schweren Weg.

Strophe 3

Wieder kniete Jesus nieder, rang im stillen Schmerz allein. Angst und Not lagen auf seinem Herzen, doch Jesus sagte nicht nein. Sein Gebet stieg auf zum Himmel, in der dunklen stillen Nacht. Und ein Engel kam vom Himmel und hat neue Kraft gebracht.

Refrain

Vater, wenn es möglich wäre, lass den schweren Kelch vorübergehen. Doch nicht mein Wille soll geschehen, dein Wille allein soll geschehen. In der stillen Nacht im Garten rang der Sohn im tiefen Gebet. Und aus Liebe zu uns Menschen ging er treu den schweren Weg.

Strophe 4

Als er wiederkam zu ihnen, schliefen sie ein drittes Mal. Jesus sprach: „Die Stunde kommt jetzt, nun beginnt meine schwere Wahl.“ „Steht nun auf, es ist gekommen, der Verräter ist schon nah.“ Und der Weg zum Kreuz begann dort in der Nacht so still und klar.

Refrain (Schluss)

Vater, dein Wille soll geschehen, auch wenn dieser Weg mich führt durch das Leiden bis zum Kreuz, weil deine Liebe Menschen berührt. In der stillen Nacht im Garten sprach der Sohn im tiefen Gebet: „Nicht mein Wille soll geschehen, sondern dein Wille bleibt bestehen.“

Die biblische Geschichte

Nach dem Mahl geht Jesus mit seinen Jüngern hinaus an den Ölberg in einen Garten, der Gethsemane heißt (Matthäus 26,36; Markus 14,32; Lukas 22,39). Dort lässt er die meisten von ihnen zurück und nimmt Petrus, Jakobus und Johannes mit sich (Matthäus 26,37; Markus 14,33). Er sagt ihnen, dass seine Seele betrübt ist bis an den Tod, und bittet sie, mit ihm zu wachen (Matthäus 26,38). Dann geht er ein wenig weiter, fällt nieder und betet zum Vater, dass der Kelch, wenn es möglich ist, an ihm vorübergehe – doch nicht sein Wille, sondern der Wille des Vaters soll geschehen (Matthäus 26,39; Lukas 22,42).

Als Jesus zu den Jüngern zurückkommt, findet er sie schlafend (Matthäus 26,40; Markus 14,37). Dreimal ringt er im Gebet (Matthäus 26,44), und in Lukas wird berichtet, dass sein Schweiß wie Blutstropfen auf die Erde fällt und ein Engel ihn stärkt (Lukas 22,43-44). Schließlich weckt er die Jünger und sagt: Die Stunde ist gekommen; der Menschensohn wird in die Hände der Sünder überliefert (Matthäus 26,45-46; Markus 14,41-42).

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