Erlebe den Osterweg: Tut dies zu meinem Gedächtnis
Drittes Lied der CD "Erlebe den Osterweg"
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Biblischer Hintergrund
Im Mittelpunkt stehen das letzte Mahl Jesu mit seinen Jüngern, die Einsetzung des Abendmahls und die Ankündigung von Verrat und Verleugnung. Die biblische Grundlage bilden besonders Matthäus 26,20-35, Markus 14,17-31, Lukas 22,14-38 und Johannes 13,21-38; für die Worte über Brot und Kelch ist auch 1. Korinther 11,23-26 wichtig. Das Lied verbindet diese Texte zu einer dichten Abendmahlsszene und betont Erinnerung, Bund und Liebe Jesu.
Strophe 1
In einem Raum in jener Nacht saß Jesus und alle Jünger waren dort. Das Passamahl war vorbereitet, sie hörten still auf jedes Wort. Johannes lehnte sich an ihn, ganz nah beim Meister, ruhig und sacht. Doch Jesus wusste tief im Herzen, was bald geschehen würd in dieser Nacht.
Strophe 2
Dann nahm er Brot in seine Hand, dankte dem Vater still dafür. Er brach es und er gab es weiter: „Nehmt und esst – mein Leib für euch ist hier. Für euch gegeben, für euch gebrochen, meine Liebe ist’s, die mich dazu bewegt.“ Dann reichte er den Kelch und sag: „Mein Blut ist’s, das den neuen Bund Gottes prägt.“
Refrain
Tut dies zu meinem Gedächtnis, wenn ihr das Brot gemeinsam brecht. Erinnert euch an meine Liebe, die euch befreit und spricht euch gerecht. Tut dies zu meinem Gedächtnis, vergesst mein Opfer niemals mehr. Ich gab mein Leben euch zur Rettung – drum liebt einander, so wie ich euch sehr.
Strophe 3
Doch plötzlich sprach der Herr ganz ernst: „Einer von euch verrät mich heut in dieser Nacht.“ Die Jünger sahen sich erschrocken an, doch Judas hatte es im Herzen schon gedacht. Da fragte einer nach dem andern: „Herr, sag – bin ich es etwa dann?“ Johannes beugte sich zu Jesus und fragte leise: „Herr, wer ist dieser Mann?“
Strophe 4
Da sagte Jesus: „Der ist es dann, dem ich den Bissen geben werde.“ Er reichte Judas dieses Brot – und wusste schon, dass er bald sterbe. „Was du nun tun willst, tue bald“, sprach hier der Herr ernst und bedacht. Da stand Judas auf und ging hinaus – und draußen war es dunkle Nacht.
Strophe 5
Da sprach Petrus voller Mut: „Herr, ich bleibe immer bei dir! Selbst wenn alle andern gehen, ich weiche niemals weg von dir.“ Doch Jesus sah ihn ernsthaft an und sprach zu ihm mit sanfter Sicht: „Bevor der Hahn am Morgen kräht, dreimal sagst du: Ich kenne ihn nicht.“
Refrain
Tut dies zu meinem Gedächtnis, wenn ihr das Brot gemeinsam brecht. Erinnert euch an meine Liebe, die euch befreit und spricht euch gerecht. Tut dies zu meinem Gedächtnis, vergesst mein Opfer niemals mehr. Ich gab mein Leben euch zur Rettung – drum liebt einander, so wie ich euch sehr.
Strophe 6
Wenn wir nun Brot und Kelch empfangen und uns an Jesu Worte halten, dann denken wir an Kreuz und Gnade, die stärker ist als Schuld und Sünde. Bis Jesus wiederkommen wird bleibt dieses Mahl ein heilges Zeichen: Er gab sein Leben uns aus Liebe – damit wir niemals von ihm weichen.
Refrain
Tut dies zu meinem Gedächtnis, wenn ihr das Brot gemeinsam brecht. Erinnert euch an meine Liebe, die euch befreit und spricht euch gerecht. Tut dies zu meinem Gedächtnis, vergesst mein Opfer niemals mehr. Ich gab mein Leben euch zur Rettung – drum liebt einander, so wie ich euch sehr.