Erlebe den Osterweg: Jesus wäscht die Füße

Zweites Lied der CD "Erlebe den Osterweg"

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Biblischer Hintergrund

Das Lied basiert vor allem auf Johannes 13,1-17. Dort wäscht Jesus seinen Jüngern die Füße und zeigt, dass wahre Größe im Dienen liegt. Besonders das Gespräch mit Petrus wird aufgenommen. So erscheint Jesu Handlung im Lied als Zeichen für Reinigung, Demut und für eine Liebe, die den Jüngern zum Vorbild werden soll.

Strophe 1

Am Tisch mit seinen Freunden sitzt Jesus in der Nacht, sie feiern das Gedaechtnis, das Gott einst gross gemacht. Doch ploetzlich steht er auf dort, legt still sein Oberkleid, nimmt Wasser, nimmt ein Tuch - zum Dienen ist er bereit.

Strophe 2

Er kniet sich vor die Juenger, waescht Staub von ihren Fuess'n, die Wege ihrer Schritte beginnt er abzuschliess'n. Da ruft Petrus erschrocken:

[Rufen]

"Herr, das darf doch nicht sein! Du bist doch unser Meister - du sollst doch groesser sein!"

Refrain

Doch Jesus spricht ganz leise: "Verstehst du heute nicht, warum ich dir jetzt diene, erkennst du einst mein Licht. Denn wer sich laesst von mir reinigen hier, der hat Anteil an mir."

Strophe 3

Da sagt der Herr zu Petrus: "Wenn ich dich nicht wasch', dann wirst du nie begreifen, was meine Liebe macht." Da ruft Petrus sofort: "Herr, dann nicht nur die Fuess'! Auch Haende und mein Haupt - Herr, reinige mich!"

Strophe 4

Da laechelt Jesus milde und sagt zu ihm sodann: "Wer schon gebadet wurde, braucht nur die Fuesse dann. Doch lernt, was ich euch zeige: Wer gross sein will im Reich, der dient den andern Menschen - so wird er mir gleich."

Refrain

Denn Jesus spricht ganz leise: "Verstehst du heute nicht, warum ich dir jetzt diene, erkennst du einst mein Licht. Denn wer sich laesst von mir reinigen hier, der hat Anteil an mir."

Outro

So waescht er uns die Fuesse, nimmt Schuld und Staub hinweg, macht Herzen rein von innen, fuehrt uns auf guten Weg. Und wer ihm folgt im Leben, der merkt schon auf der Spur: Die Liebe, die ihm gleicht - die bleibt fuer immer nur.

Die biblische Geschichte

Am Abend vor seinem Leiden ist Jesus mit den Zwölf zum Mahl versammelt (Johannes 13,1-2). Während sie am Tisch sitzen, steht er auf, legt sein Obergewand ab, bindet sich ein Tuch um und gießt Wasser in ein Becken (Johannes 13,4-5). Dann beginnt er, seinen Jüngern die Füße zu waschen und sie mit dem Tuch abzutrocknen (Johannes 13,5). Als er zu Petrus kommt, wehrt dieser erschrocken ab (Johannes 13,6-8). Doch Jesus antwortet ihm, dass Petrus nur dann Anteil an ihm haben kann, wenn er sich von ihm dienen lässt (Johannes 13,8).

Als Petrus daraufhin nicht nur seine Füße, sondern auch Hände und Haupt gewaschen haben will (Johannes 13,9), erklärt Jesus, dass der Gebadete nur noch die Füße braucht (Johannes 13,10). Danach setzt er sich wieder zu ihnen und sagt, dass er ihnen ein Beispiel gegeben hat: Wie der Herr und Meister gedient hat, so sollen auch sie einander dienen (Johannes 13,12-15).

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