Erlebe den Pfingstweg: Johannes berichtet, wie Jesus in den Himmel gefahren ist
Zehntes Lied der CD "Erlebe den Pfingstweg"
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Biblischer Hintergrund
Dieses Lied erzählt die Himmelfahrt Jesu nach Lukas 24,50-53 und Apostelgeschichte 1,6-12 aus der Perspektive des Johannes. Jesus ist nach seiner Auferstehung bei seinen Jüngern, spricht mit ihnen über Gottes Zeiten, verweist auf die kommende Kraft des Heiligen Geistes und gibt ihnen den Auftrag, seine Zeugen zu sein: in Jerusalem, in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde. Danach führt er sie hinaus in die Nähe von Betanien beziehungsweise zum Ölberg, segnet sie und wird vor ihren Augen emporgehoben. Eine Wolke nimmt ihn auf, und zwei Männer in weißen Gewändern verkünden, dass Jesus so wiederkommen wird, wie die Jünger ihn in den Himmel haben gehen sehen. Markus 16,19 fasst dieselbe Bewegung knapp zusammen: Der Herr Jesus wird in den Himmel aufgenommen und setzt sich zur Rechten Gottes.
Strophe 1
Wir standen nah bei unserm Meister, der Tod war nicht das letzte Wort. Er sprach mit uns vom Reich des Vaters, vom Leben, das kein Grab verdorrt. Wir fragten: „Herr, wirst du nun wieder das Reich für Israel neu entstehen?“ Doch er sprach sanft von Gottes Zeiten, nur der Vater weiß, wann sie geschehen.
Strophe 2
„Doch wartet auf die Kraft von oben, der Heilge Geist kommt über euch. Dann werdet ihr mir Zeugen werden, nicht arm, nicht leer, nicht mutlos, weich. Von Jerusalem soll es ausgehen, durch Judäa weiter zieht, nach Samarien, bis die Erde mein Wort hört und sieht.“
Refrain
Jesus geht hinauf zum Vater, doch sein Wort bleibt hell und klar. Er ist nicht verloren gegangen, er bleibt mächtig, treu und nah. Jesus lebt und herrscht in Ehren, heim zum Vater geht sein Lauf. Doch die Hoffnung bleibt auf Erden: Sein Geist kommt bald auf uns drauf.
Strophe 3
Dann führte er uns still nach draußen, beim Ölberg blieben wir stehen. Er hob die Hände über uns alle, und Segen lag auf unserm Gehen. Noch während er uns freundlich segnete, ward er vor unsern Augen licht. Er stieg empor, der Auferstandne, und Staunen füllte Herz und Sicht.
Strophe 4
Eine Wolke nahm ihn aufwärts, unser Blick blieb fest gebannt. Schmerz und Freude lagen beieinander, als er vor uns entschwand. Da standen zwei in weißen Kleidern und sprachen: „Was schaut ihr hinauf? Jesus wird genauso kommen, wie ihr ihn saht beim Himmelslauf.“
Refrain
Jesus geht hinauf zum Vater, doch sein Wort bleibt hell und klar. Er ist nicht verloren gegangen, er bleibt mächtig, treu und nah. Jesus lebt und herrscht in Ehren, heim zum Vater geht sein Lauf. Doch die Hoffnung bleibt auf Erden: Sein Geist kommt bald auf uns drauf.
Outro
So kehrten wir zurück zur Stadt, nach Jerusalem, still und treu. Seine Worte klangen weiter: Gottes Kraft macht alles neu. Wir warteten mit wachem Herzen, bis der Vater sendet, was er sprach. Und im Abschied blieb die Freude: Jesus lebt, und sein Geist kommt nach.
Die biblische Geschichte
Vor der Himmelfahrt fragen die Jünger Jesus, ob er in dieser Zeit das Reich für Israel wiederherstellen werde. Jesus antwortet, dass es ihnen nicht zusteht, Zeiten oder Stunden zu wissen, die der Vater in seiner Vollmacht festgesetzt hat. Stattdessen richtet er ihren Blick auf die kommende Kraft des Heiligen Geistes und auf ihren Auftrag als Zeugen Jesu von Jerusalem über Judäa und Samarien bis an das Ende der Erde (Apostelgeschichte 1,6-8).
Danach wird Jesus vor den Augen der Jünger emporgehoben, und eine Wolke nimmt ihn auf, sodass sie ihn nicht mehr sehen. Während sie noch zum Himmel schauen, stehen zwei Männer in weißen Gewändern bei ihnen und sagen, dass dieser Jesus so wiederkommen wird, wie sie ihn haben in den Himmel gehen sehen (Apostelgeschichte 1,9-11). Lukas berichtet außerdem, dass Jesus die Jünger bis in die Nähe von Betanien hinausführt, seine Hände erhebt, sie segnet und während des Segnens von ihnen scheidet. Die Jünger kehren mit großer Freude nach Jerusalem zurück (Lukas 24,50-53).
So steht die Himmelfahrt im Pfingstweg nicht als Ende der Geschichte, sondern als Übergang: Jesus geht zum Vater, sein Auftrag bleibt, und die Jünger warten in Jerusalem auf die verheißene Kraft aus der Höhe. Markus 16,19 fasst diese Erhöhung kurz zusammen, indem er sagt, dass der Herr Jesus in den Himmel aufgenommen wurde und sich zur Rechten Gottes setzte.