Erlebe den Osterweg: Vor Pilatus steht unser König still
Siebtes Lied der CD "Erlebe den Osterweg"
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Biblischer Hintergrund
Dieses Lied fasst Jesu Verhör vor Pilatus und den Weg über Herodes zusammen. Die wichtigsten Bibelstellen sind Matthäus 27,11-26, Markus 15,1-15, Lukas 23,1-25 und Johannes 18,28-19,16. Verbunden werden Jesu Wort über sein Reich, die Szene bei Herodes, die Freilassung des Barabbas und das Händewaschen des Pilatus. So macht das Lied deutlich, dass Jesu Unschuld und Gottes Rettungsplan zugleich sichtbar werden.
Strophe 1
Am frühen Morgen treiben sie ihn durch Straßen, verspotten ihn mit Lärm. Gebunden steht er vor dem Richter, der Saal ist kalt, die Wahrheit fern. Die Priester klagen laut und bitter: „Er nennt sich König, hört ihr nicht?“ Doch Pilatus schaut ihn lange an und findet keine Schuld vor Gericht.
Strophe 2
„Bist du der König?“ fragt der Richter, und Jesus spricht ganz ruhig und klar: „Mein Reich gehört nicht dieser Erde, doch Wahrheit ist, was immer war.“ Pilatus hört die stillen Worte und merkt, dass dieser Mann nicht lügt. Er sucht nach einem Weg zur Freiheit, doch Angst ist es, welche sein Urteil trügt.
Refrain
Vor Pilatus steht unser König still, doch nicht von dieser Welt sein Reich. Die Wahrheit steht im dunklen Saal, doch keiner sieht sie wirklich gleich. Sie schreien laut: „Ans Kreuz mit ihm!“ die Menge tobt und drängt darauf. Der Richter wäscht die Hände rein – doch Gottes Plan nimmt seinen Lauf.
Strophe 3
Als Pilatus hört, er ist von Galiläa, schickt er ihn weiter schnell und sacht. Zu Herodes, der ihn sehen wollte, damit er ein Wunder vor ihm macht. Doch dort wird Jesus nur verspottet, man gibt ihm ein Gewand zum Spott und Hohn. Jesus schweigt trotz vieler Fragen vor Herodes auf seinem Thron.
Strophe 4
Doch Herodes findet keine Schuld, kein Urteil fällt aus seinem Mund. Er lacht und lässt ihn nur verspotten, doch Jesus schweigt und hat Geduld. Sein Spottgewand legt man ihm um die Schultern, dann schickt man ihn zum Richter zurück. So steht er wieder vor Pilatus – derselbe Weg, derselbe Blick.
Refrain
Vor Pilatus steht unser König still, doch nicht von dieser Welt sein Reich. Die Wahrheit steht im dunklen Saal, doch keiner sieht sie wirklich gleich. Sie schreien laut: „Ans Kreuz mit ihm!“ die Menge tobt und drängt darauf. Der Richter wäscht die Hände rein – doch Gottes Plan nimmt seinen Lauf.
Strophe 5
„Ich finde keine Schuld an ihm!“ ruft Pilatus noch einmal hinaus. Doch immer lauter schreit die Menge: „Kreuzige ihn! Gib Barabbas frei!“ Der Richter sieht den wachsenden Zorn, die Menge drängt und wird zur Macht. So gibt er nach und spricht das Urteil, obwohl sein Herz dagegen wacht.
Strophe 6
Da nimmt Pilatus eine Schüssel voller Wasser und spricht zur Menge laut und klar: „Ich wasche meine Hände in Unschuld, die Schuld an diesem Mann ist nicht wahr.“ Und während Wasser Hände reinigt, wird die Wahrheit für uns offenbar: Die Schuld, die Jesus ans Kreuz brachte, tragen wir – das ist doch klar.
Refrain (Final)
Vor Pilatus steht unser König still, der Weg zum Kreuz beginnt nun hier. Der Sohn des Vaters trägt das Urteil, das eigentlich gebührt doch mir. Die Welt verurteilt ihren Retter, doch Gottes Liebe hört nicht auf. Denn durch das Kreuz und durch das Leiden nimmt unsere Rettung ihren Lauf.