Martin Luther: Ein feste Burg ist unser Gott
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Biblischer Hintergrund
Martin Luthers Lied ist eng mit Psalm 46 verbunden: Gott ist Zuflucht, Stärke und Schutz seines Volkes, auch wenn Mächte und Bedrohungen groß erscheinen. Zugleich bekennt das Lied Christus als den rechten Helfer und Herrn, der den Feind überwindet (Johannes 16,33; Kolosser 2,15). Die Kampf- und Rüstungsbilder erinnern auch an Epheser 6,10-17: Nicht menschliche Kraft rettet, sondern Gottes Wort, Christi Sieg und das bleibende Reich Gottes.
Strophe 1
Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen. Er hilft uns frei aus aller Not, die uns jetzt hat betroffen. Der alt böse Feind mit Ernst er’s jetzt meint, groß Macht und viel List sein grausam Rüstung ist, auf Erd ist nicht seinsgleichen.
Strophe 2
Mit unsrer Macht ist nichts getan, wir sind gar bald verloren; es streit’ für uns der rechte Mann, den Gott hat selbst erkoren. Fragst du, wer der ist? Er heißt Jesus Christ, der Herr Zebaoth, und ist kein andrer Gott, das Feld muss er behalten.
Strophe 3
Und wenn die Welt voll Teufel wär und wollt uns gar verschlingen, so fürchten wir uns nicht so sehr, es soll uns doch gelingen. Der Fürst dieser Welt, wie sau’r er sich stellt, tut er uns doch nicht; das macht, er ist gericht’: ein Wörtlein kann ihn fällen.
Strophe 4
Das Wort sie sollen lassen stahn und kein’ Dank dazu haben; er ist bei uns wohl auf dem Plan mit seinem Geist und Gaben. Nehmen sie den Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib: lass fahren dahin, sie haben’s kein’ Gewinn, das Reich muss uns doch bleiben.