Erlebe den Osterweg: Es ist vollbracht

Elftes Lied der CD "Erlebe den Osterweg"

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Biblischer Hintergrund

Dieses Lied verbindet mehrere letzte Worte Jesu am Kreuz mit den Zeichen seines Sterbens. Zentrale Bibelstellen sind Johannes 19,25-30 für die Worte an Maria und Johannes sowie den Ruf „Es ist vollbracht“, dazu Matthäus 27,45-54, Markus 15,33-39 und Lukas 23,44-49 für Finsternis, Erdbeben und den zerrissenen Vorhang. So zeigt das Lied, dass Jesu Sterben kein Scheitern ist, sondern die Vollendung von Gottes Rettungsplan.

Strophe 1

Unter dem Kreuz, im Schatten der Qual, steht seine Mutter, sieht Jesu Qual. Johannes neben ihr, voller Schmerz, ein letzter Blick aus Jesu Herz. Die Welt steht still in diesem Leid, die Stunde kommt, die uns befreit.

Strophe 2

Er sieht hinab mit letzter Kraft, die Liebe bleibt, die alles schafft. „Frau, siehe, dein Sohn“, spricht er leise, schaut Johannes an auf liebevolle Weise. „Siehe, deine Mutter“ – ein Bund entsteht, der selbst im Sterben noch weitergeht.

Refrain

Es ist vollbracht mit Liebe und Geduld, das Lamm trägt am Kreuz unsere Schuld. Am Kreuz wird die Liebe sichtbar und klar, für dich und für mich – starb er sogar. Es ist vollbracht – der Himmel steht offen, aus Tod wird Leben, aus Zweifel wird Hoffen.

Strophe 3

Die Sonne verbirgt ihr helles Licht, die Erde bebt, die Welt zerbricht. Der Vorhang zerreißt im Heiligtum, der Weg ist frei – zu Gottes Ruhm. Der König hängt dort, scheinbar schwach, doch Gottes Plan ist nun vollbracht.

Bridge

„Mich dürstet“, klingt es schwach hinaus, der Kelch geleert bis zum letzten Tropf. Dann ruft er laut in dunkler Nacht: „Es ist vollbracht!“ – es ist vollbracht.

Letzter Refrain

Es ist vollbracht – für mich ganz allein, du trägst meine Schuld, machst mich frei und rein. Am Kreuz hast du alles für mich getan, damit ich nun leben und glauben kann. Es ist vollbracht – dein Sieg bleibt besteh’n, durch deinen Tod darf ich aufersteh’n. Es ist vollbracht mit Liebe und Geduld, das Lamm trägt am Kreuz unsere Schuld. Am Kreuz wird die Liebe sichtbar und klar, für dich und für mich – starb er sogar. Es ist vollbracht – der Himmel steht offen, aus Tod wird Leben, aus Zweifel wird Hoffen.

Outro

Er neigt sein Haupt, der Atem vergeht, doch Liebe bleibt, die ewig besteht. Was hier wie das Ende der Hoffnung aussieht, ist der Anfang von dem, was nie mehr vergeht.

Die biblische Geschichte

Während Jesus am Kreuz hängt, wird es von der sechsten bis zur neunten Stunde dunkel über dem ganzen Land (Matthäus 27,45; Lukas 23,44). In dieser Finsternis ruft Jesus mit lauter Stimme zum Vater (Matthäus 27,46). Unter dem Kreuz stehen seine Mutter, andere Frauen und der Jünger, den er liebt (Johannes 19,25-26). Jesus vertraut seine Mutter diesem Jünger an und den Jünger seiner Mutter (Johannes 19,26-27). Danach, als alles vollendet ist, sagt er: „Mich dürstet“ (Johannes 19,28). Man reicht ihm Essig auf einem Schwamm (Johannes 19,29).

Dann spricht Jesus: „Es ist vollbracht“ (Johannes 19,30). Er ruft noch einmal laut, befiehlt seinen Geist in die Hände des Vaters und stirbt (Lukas 23,46). In diesem Augenblick zerreißt der Vorhang im Tempel, die Erde bebt, und der Hauptmann bekennt: „Wahrlich, dieser Mensch ist Gottes Sohn gewesen“ (Matthäus 27,51-54; Markus 15,39).

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